Stimmen im Kopf

Stimmen im Kopf

Zuerst einmal muss man klar sagen, nicht jeder, der Stimmen h?rt, muss zwingend krank sein oder werden. Man kann davon ausgehen, dass etwa 3-10 % der Menschen irgendwann in ihrem Leben mal dieses Ph?nomen erleben. Es ist aber auf jeden Fall ratsam, das professionell abkl?ren zu lassen, damit man auch rechtzeitig Erkrankungen bemerken kann.

Innere Unruhe und ?ngste schrittweise loswerden ? Zur Anleitung

Wichtig ist zuerst einmal nicht in Panik zu verfallen, viele Menschen erleben das als traumatisches Ereignis, was gegebenenfalls den Leidensdruck noch weiter erh?ht und was daf?r sorgt, dass Betroffene durch Scham keine Hilfe suchen weil sie denken sie w?ren verr?ckt.

Da mentale Probleme hier immer noch als nicht anerkannt gelten und Leute Angst davor haben, ist es h?ufig zuerst eine R?ckzugsreaktion die stattfindet. Aber genau diese sind es oft die Betroffene in Schwierigkeiten bringen, denn je eher Hilfe gesucht wird, umso besser die M?glichkeiten zur Behandlung.

Einige Betroffene kommen gut mit den Stimmen bei gelegentlichem Auftreten zurecht und finden sie auch nicht be?ngstigend. Auch abh?ngig davon, ob es ein einmaliges oder mehrmaliges Ereignis ist kann die Reaktion unterschiedlich ausfallen. Dennoch ist in jedem Fall die Abkl?rung durch einen Arzt zwingend erforderlich um schwerwiegende Erkrankungen ausschlie?en zu k?nnen.

Stimmen im Kopf und Psychose

Psychosen sind ein ?berbegriff, hinter dem sich eine Vielzahl von St?rungen der Wahrnehmung verbergen. Von Halluzinationen ?ber Wahrnehmungsst?rungen, Wahnvorstellungen oder schwerwiegenden Denkst?rungen. Oftmals werden diese Symptome auch von starken ?ngsten begleitet. Es kann auch zu St?rungen des Antriebs oder vom Ich Gef?hl kommen.

Man unterscheidet prim?re und sekund?re Psychosen. Bei prim?ren Psychosen ist in der Regel keine Ursache erkennbar, die h?ufigste Form davon ist die Schizophrenie.

Sekund?re Psychosen: Die sekund?ren Psychosen haben als Ursachen k?rperliche Erkrankungen, Nebenwirkungen aufgrund von Medikamenten oder durch den Konsum von psychostimulierenden Substanzen (Drogen, Alkohol, usw.).

M?nner oder Frauen sind zu gleichen Teilen betroffen. Weltweit kann man davon ausgehen, dass 3-4 % der Bev?lkerung im Lauf ihres Lebens an einer Psychose erkranken.

Prim?re Psychosen: Prim?re Psychosen wurden fr?her auch als affektive Psychose bezeichnet, die nach den neuen ICD 10 Richtlinien unter den Affektiven St?rungen aufgef?hrt werden.

Dazu geh?ren zum Beispiel Manie mit psychotischen Symptomen, Bipolare affektive St?rung mit gegenw?rtig manischer Episode mit psychotischen Symptomen, Bipolare affektive St?rung mit gegenw?rtig schwerer depressiver Episode mit psychotischen Symptomen, Bipolare affektive St?rung mit gegenw?rtig gemischten Episoden und die schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen.

Ebenfalls kann es bei der Borderline-Pers?nlichkeitsst?rung zu Psychosen kommen, Stand 2013 in etwa 20 bis 50 % der F?lle.

Medikamente zur Behandlung

Bei sekund?ren Psychosen wird wenn m?glich die Ursache behandelt, um eine Besserung zu erzielen.

Bei prim?ren Psychosen kommen sogenannte Antipsychotika zum Einsatz, die eine Prognose und den Verlauf sehr schnell positiv beeinflussen k?nnen. Fr?her wurden diese Medikamente Neuroleptika genannt, da die h?ufigen Nebenwirkungen auf die Bewegungssteuerung wirkten.

Antipsychotika werden in drei Gruppen eingeteilt, Antipsychotika der ersten und zweiten Generation und Depotantipsychotika. Antipsychotika der ersten Generation sind bei 30-40% der Betroffenen unwirksam, weshalb es oft zu wechseln der Medikamente kommt w?hrend einer Behandlung.

Zu den m?glichen Nebenwirkungen geh?ren St?rungen im Bewegungsablauf die teilweise gravierend sein k?nnen. Um diese Nebenwirkungen zu unterdr?cken sind auf jeden Fall weitere Medikamente erforderlich. Der Wechsel zwischen den Medikamenten nimmt viel Zeit in Anspruch, da sie nur langsam abgesetzt werden d?rfen um das Risiko von einem psychotischen Schub gering zu halten.

Ursachen von Stimmen im Kopf

Ursachen k?nnen in der Regel nur bei sekund?ren Psychosen festgestellt werden. Die Ursachen k?nnen in solchen F?llen vielf?ltig sein. Zu m?glichen k?rperlichen Erkrankungen geh?ren Tumorerkrankungen, Verletzungen, Infektionen oder schwerwiegende Stoffwechselst?rungen. In diesen F?llen muss ganz klar die Ursache behandelt werden parallel zu den Auswirkungen der Psychose.

Im Falle von Medikamenten Nebenwirkungen ist es wichtig, gegebenenfalls die Medikamente zu wechseln oder die Dosis anzupassen. Das obliegt jedoch dem behandelnden Arzt. Wichtig ist, falls man so etwas feststellt, den Arzt direkt dar?ber in Kenntnis zu setzen.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Bei Drogen wie Alkohol oder anderen psychoaktiven Substanzen ist es wichtig, parallel zur Psychose auch die Sucht zu behandeln um dauerhaft eine Besserung zu bewirken.

Psyche

Die Ursachen f?r eine prim?re Psychose ist in der Regel in der Psyche zu finden und organisch nicht feststellbar. Eine wirkliche Ursache kann also in diesen F?llen normal nicht gefunden werden.

Eine umfassende Diagnostik, die zum Beispiel Gespr?che mit Psychatern im direkten Gespr?ch, k?rperliche Untersuchungen, Laboruntersuchungen sowie auch die Befragung der Angeh?rigen. Das direkte Gespr?ch zwischen Arzt und Patient ist das Kernst?ck der Diagnostik.

Psychiatrische Erkrankungen werden oft nach internationalen ?bereink?nften gestellt, die erst mal nichts ?ber die Ursache der Erkrankung aussagen. Die Diagnosesysteme besch?ftigen sich vielmehr damit, psychische Erkrankungen nach ihren Symptomen einzuordnen und wie das Erscheinungsbild der Erkrankung ist. Die Diagnosesysteme sind von Experten beschlossen und beinhalten eine Zusammenstellung von Symptomen, um Diagnosen reproduzierbar zu m machen und die Heilung zu erleichtern.

Psyche

Stimmen im Kopf: Therapie

Komplexe psychische Erkrankungen erfordern auch komplexe Therapien. Man kennt aus der Schmerztherapie das multimodale Behandlungskonzept, was auch in anderen Bereichen erfolgreich angewandt wird.

Wichtig dabei ist das Einbinden der Familie und des sozialen Umfeldes der Betroffenen, damit man von vorne rein ein Verst?ndnis f?r den Betroffenen erzeugt und es nicht zu einer sozialen Isolation kommt. Deshalb ist rechtzeitige Hilfe sinnvoll und notwendig, weil man dadurch nicht nur die eigene Erkrankung schneller in den Griff bekommt, sondern auch die M?glichkeit hat ungewollte Nebeneffekte zu unterbinden.

Das Kernst?ck der Therapie ist die sogenannte Psychotherapie. Sie beinhaltet den direkten Kontakt zwischen Arzt und Patient und basiert auf eine Vertrauensbasis zwischen beiden. Es ist wichtig, dass diese Basis auch da ist, sonst ist es zu empfehlen, einen anderen Arzt damit zu betrauen. Deshalb erm?glichen Krankenkassen auch die sogenannten Evaluierungstermine, bei denen Arzt und Patient die M?glichkeit haben sich zu beschnuppern. Ein wichtiger Tipp ist das neu entwickelte Konzept ?Deine Seelenfreiheit?. Experten geben hier ihr Wissen und spezielle Methoden weiter, welche Heilung verschaffen und unterst?tzen.

Die Pharmakotherapie ist ein weiteres Standbein, was dabei helfen soll zum einen den Patienten in einen therapief?higen Zustand zu bringen zum anderen auch dabei hilft die schlimmsten Auswirkungen der Erkrankung zu lindern.

Die Psychoedukation hat als Ziel, Betroffenen und Angeh?rigen komplexe medizinische und wissenschaftliche Zusammenh?nge so zu erkl?ren, dass sie verstanden werden. Dadurch soll gew?hrleistet werden, dass Betroffene und Angeh?rige verstehen was passiert und welche M?glichkeiten der Behandlung bestehen und was dabei auf alle zukommt.

Soziotherapie

Soziotherapie hat als Ziel, Betroffene mit schweren psychischen St?rungen an den Punkt zu bringen, dass sie in der Lage sind selbstst?ndig ?rztlich verordnete, soziale oder therapeutische Angebote zu nutzen.

Das Ziel der Soziotherapie ist Hilfe zur Selbsthilfe und die Leute sollen angeregt werden, selbstst?ndig ihr Leben zu meistern und auch Problemen wie zum Beispiel soziale Isolation oder mangelnde aktive Lebensf?hrung oder auch Schwierigkeiten den Alltag zu bew?ltigen entgegen zu wirken.

Entspannungsverfahren und Ergotherapie

Entspannungsverfahren sind ein wichtiger Baustein der Therapie, da oftmals unter Stress Symptome psychischer Erkrankungen schlimmer werden. Sie sollen dazu dienen, innerlich ausgeglichen und ruhig zu sein und den Leuten erm?glichen weniger negative Zusatzeffekte durch die Erkrankungen zu erleiden.

Ergotherapie begleitet Menschen dabei, ihre Freizeit, ihren Alltag und f?r sich bedeutungsvolle T?tigkeiten auszuf?hren, wenn sie von Einschr?nkungen bedroht sind. Es soll betroffenen helfen, den Alltag zu managen, wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu k?nnen und allgemein die Lebensqualit?t steigern.

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Insgesamt sollte es ein umfassendes Therapiekonzept geben, um eine bestm?gliche Betreuung der Betroffenen und ihrer Angeh?rigen zu erm?glichen.


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