Schwindel Angst ? Angst umzukippen

Schwindelangst

Die Angst davor, umzukippen oder einen Schwindelanfall zu erleiden, wird auch als Asthenophobie bezeichnet. Die Asthenophobie geh?rt zu den spezifischen Phobien, was bedeutet, dass die Angst von einem bestimmten Objekt oder einer bestimmten Situation ausgel?st wird. Manche Menschen f?rchten sich davor, alleine daheim ohnm?chtig zu werden und keine Hilfe zu erhalten.

Innere Unruhe und ?ngste schrittweise loswerden ? Zur Anleitung

In dieser Situation kann die eigene Wohnung und fehlende Gesellschaft ? gleichzusetzen mit potenzieller Hilfe ? die ausl?sende Situation darstellen. Die meisten Menschen, die unter Asthenophobie leiden, f?rchten sich jedoch eher vor der ?ffentlichkeit.

Insbesondere davor innerhalb gr??erer Menschenmengen umzukipen und der Situation nicht entkommen zu k?nnen. Hinter beiden Varianten der Angst vor Ohnmachtsanf?llen steht die eigentliche Angst, anderen schutzlos ausgeliefert zu sein oder gar keine Hilfe zu erhalten.

Angst vor Ohnmacht ? Ursachen

Die Mehrzahl der spezifischen Phobien hat einen evolution?ren Hintergrund, da sie Situation oder Dinge betreffen, die uns in fr?heren Zeiten tats?chlich gef?hrlich werden konnten. Hierzu geh?rten beispielsweise die Angst vor bestimmten Tieren wie Spinnen, Feuer, Dunkelheit oder engen R?umen.

Sie alle waren fr?her eine potenzielle Gefahr: Tiere konnten giftig sein, Feuer konnte verbrennen, in der Dunkelheit konnte man Gefahren oder Feinde schlechter sehen und enge R?ume boten uns keine Fluchtm?glichkeit.

Heute stellen all diese Ausl?ser jedoch keine ernsthafte Gefahr mehr da. Den meisten Patienten ist dies auch bekannt. Sie k?nnen sehr genau eingrenzen, was ihre Furcht ausl?st und auch erkennen, dass die tats?chliche Gefahr meist sehr gering ist. Dennoch f?llt es ihnen sehr schwer, diese ?ngste abzulegen.

Das Gleiche gilt auch f?r die Angst davor umzukippen. In fr?heren Zeiten konnte dies eine ernsthafte Gefahr darstellen. In unserer heutigen Zeit ist dies jedoch sehr unwahrscheinlich, da man sehr schnell Hilfe erhalten w?rde.

Zudem ist eine Ohnmacht in den wenigsten F?llen gef?hrlich, sie ist eher als eine Art Notreaktion des K?rpers zu sehen, die meist nach wenigen Minuten ohne negativen Folgen ?berstanden ist.

Angst vor erneutem Umkippen

Hat jemand bereits einmal einen Ohnmachtsanfall erhalten, kann dies die Angst hiervor nat?rlich irrational verst?rken. Dies gilt insbesondere f?r Situationen, in denen man keine direkte Hilfe erhielt. Dennoch gelten Ohnmachtsattacken generell nicht als gef?hrlich, auch wenn das vor?bergehende Wegtreten durchaus angsteinfl??end erscheinen kann.

Das Wort Ohnmacht beinhaltet bereits das Gef?hl, sich machtlos zu f?hlen, einer Situation machtlos ausgeliefert zu sein. Auch wenn eine Ohnmacht keine sehr angenehme Erfahrung ist, ist es nichts, wovor man sich ernsthaft f?rchten m?sste. Vielmehr sollte man sich bewusst machen, dass eine Synkope ? so der Fachbegriff f?r eine pl?tzlich auftretende Ohnmacht ? lediglich eine vor?bergehende Bewusstlosigkeit ist, die aus verschiedenen Gr?nden ausgel?st werden kann:

  • Kardiale Ohnmacht: Ein gest?rter Herzrhythmus kann eine zu niedrige oder eine zu hohe Pulsfrequenz verursachen, wodurch die Pumpleistung des Herzens verschlechtert wird.
  • Neurale bzw. vasovagale Synkope: Pl?tzliche Ohnmacht infolge eines K?rperreflexes, z.B. bei niedrigem Blutdruck. Hierbei weiten sich die Blutgef??e, die Herzfrequenz l?sst nach, das Blut sinkt im K?rper ab und das Hirn wird nicht genug durchblutet. Ohnmacht f?hrt zu einer liegenden Position, was der Durchblutung hilft, bei ersten Anzeichen kann es helfen, sich hinzulegen und die Beine erh?ht zu lagern.
  • Orthostatische Ohnmacht: Erfolgt typischerweise nach zu raschem Aufstehen nach langem Sitzen oder liegen. Auch hier lagert sich das Blut vor allem in den Beinen an. Bei Schwindelgef?hl nach dem Aufstehen sollten man sich zun?chst wieder hinsetzen, bis sich der Schwindel gelegt hat und deutlich langsamer erneut versuchen, aufzustehen.

Zudem k?nnen auch Stress, Mangelern?hrung, Dehydration, neurologische Krankheiten oder grippale Infekte die Ausl?ser f?r Bewusstseinsverlust sein.

Die meisten dieser Ursachen sind vor?bergehenden Ausl?sern geschuldet und nicht gef?hrlich. Vielmehr sind Synkopen eine Reaktion des K?rpers auf akute Kreislaufprobleme, in den meisten F?llen ist die Ohnmacht nur von kurzer Dauer und ohne Nachwirkungen.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Doch auch ohne die bereits erlebte Erfahrung eines Ohnmachtsanfalls haben viele Menschen, richtiggehende Panik davor, in Ohnmacht zu fallen und somit Anderen ausgeliefert oder hilflos zu sein.

Angst vor Ohnmacht: Panik ? Alleine zuhause

Die Angst davor, in den eigenen vier W?nden umzukippen und keine Hilfe zu bekommen ist weniger weit verbreitet, als die Angst vor Ohnmachtsanf?llen in der ?ffentlichkeit. Diese Angst betrifft meist alleinstehende oder kranke Personen.

Auch gilt hier zwischen berechtigter und irrationaler Angst zu unterscheiden. Ist man alleinstehend, erh?lt selten Besuch und leidet unter Herzproblemen, ist die Angst vorm Umkippen eher berechtigt.

Gleich ob es einen gesundheitlichen Hintergrund gibt oder nicht, bei der Angst vor Schwindelattacken daheim, kann ein sogenannter Alarmknopf hilfreich sein. Diesen tr?gt man dauerhaft mit sich und kann bei Anzeichen oder Hinfallen Hilfe rufen.

Angst vor Umkippen in der ?ffentlichkeit

Angst vor Schwindel

Deutlich ?fter tritt die Angst vor Ohnmacht jedoch in der ?ffentlichkeit auf. Das Ausma? kann hierbei variieren, manche Menschen bef?llt diese Angst, sobald sie das eigene ? vermeintlich sichere ? Haus verlassen.

In den meisten F?llen tritt diese Angst gemeinsam mit der sogenannten Agoraphobie auf. Agoraphobie bezeichnet die Angst, eine Situation nicht problemlos wieder verlassen zu k?nnen, so beispielsweise innerhalb von gro?en Menschenansammlungen. Typische Situationen hierbei sind z.B. Konzertbesuche oder Stadtfeste, in beiden Varianten verhindern gro?e Menschenmengen ein rasches Entfernen aus der Situation.

Angst vor Schwindelanfall ? Symptome

Schwindelgef?hl und Panik sind h?ufige Begleiterscheinungen von Panikattacken. Hier muss jedoch differenziert werden: Bei anderen Formen von Panikattacken steht nicht die Angst vor der Ohnmacht im Vordergrund, die Ohnmacht lediglich eine drohende k?rperliche Folge der Angst.

Diese Angst wird jedoch von etwas anderem ausgel?st, nicht von der Ohnmacht. Bei einer Panikattacke, die dadurch ausgel?st wird, dass man ohnm?chtig werden k?nnte, steht die Ohnmacht jedoch im Fokus.

Die weiteren Symptome innerhalb einer Panikattacke sind meist ?hnlich: Der Blutdruck steigt, der Patient leidet unter Herzrasen, oft auch unter Schwitzen. Weitere Symptome f?r die Angst vor Schwindel zeigen sich nicht in der eigentlichen Situation, sondern in einer Vermeidungstaktik. Je nach St?rke der Phobie sind folgende Verhaltensweisen m?glich:

Angst vor Ohnmacht allein zuhause: Betroffene vermeiden es, alleine zu sein. Dies kann sich unterschiedlich ?u?ern. Sie wollen nicht allein daheim sein, nicht nach Hause gehen oder suchen vermehrt telefonischen Kontakt zu Freunden oder Familie, um bei einer wirklich eintretenden Attacke Hilfe zu erhalten.

Angst vor Ohnmacht in der ?ffentlichkeit: Je nach St?rke der Auspr?gung vermeiden manche Patienten ?ffentliche Gro?veranstaltungen. Andere jedoch werden so sehr in ihrem Alltag eingeschr?nkt, dass sie das Haus gar nicht mehr verlassen und sich vollst?ndig isolieren.

Kann die Angst vor Umkippen Ohnmacht ausl?sen?

Die k?rperlichen Symptome w?hrend einer Panikattacke gehen oft mit Schwindel einher, was die Angst vor einer Ohnmacht erh?ht. Tats?chlich ist es jedoch nahezu unm?glich w?hrend einer Panikattacke wirklich ohnm?chtig zu werden, da Blutdruck und Puls aufgrund der Angst so sehr ansteigen, dass die k?rperlichen Voraussetzungen f?r eine Bewusstlosigkeit nicht erf?llt sind.

Eine seltene Ausnahme hierbei ist die Angst vor Blut oder Nadeln, bei betroffenen Patienten sackt der Blutdruck f?r eine kurze Zeit so sehr ab, dass es tats?chlich oft zu einer kurzen Bewusstlosigkeit kommt.

Angst umzukippen ? Behandlung

Sp?testens wenn die Angst so ausgepr?gt ist, dass sie das eigene Leben beeinflusst, sollte man etwas dagegen tun. Die wirksamste Behandlung stellt hierbei die Psychotherapie dar. Obwohl den meisten Menschen bewusst ist, dass die Angst irrational ist, bewirkt eine Therapie meist eine Verbesserung.

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In sehr starken F?llen von Angstst?rungen kann auch medikament?s gearbeitet werden. Zudem sollte man k?rperlich untersucht werden, falls der Angst tats?chliche eine Ohnmacht vorausging, um Erkrankungen auszuschlie?en.


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