Redeangst ??Therapie und Behandlung

Redeangst ??Therapie und Behandlung von Sprechangst

Lampenfieber vor einer ?ffentlichen Rede zu haben, ist normal. Dies ist insbesondere so, wenn wir Vortr?ge halten m?ssen und diese aufmerksam beobachtet oder sogar bewertet werden. Letztere sind beispielsweise bei Pr?fungen innerhalb eines Studiums oder einer Ausbildung der Fall. Aber auch in der Schule finden solche Vortr?ge bereits statt.

Innere Unruhe und ?ngste schrittweise loswerden ? Zur Anleitung

Zun?chst kannst Du ganz beruhigt sein, denn selbst S?nger, Schauspieler oder Redner besitzen nach vielen Jahren immer noch eine gewisse Redeangst. Schlie?lich ist die Angst an sich nur ein Symptom uns zu zeigen, dass eine wichtige oder ernste Angelegenheit ansteht. Eine gesunde Angst befl?gelt den K?rper sogar auf H?chstleistungen. Dies bewirken die Stresshormone, die da sind:

  • Katecholamine (Adrenalin und Noradrenalin)
  • Glukokortikoide

Sie helfen dem K?rper, besonders schnell vor einer Gefahr wegzulaufen oder auf eine andere Art und Weise schnell zu reagieren. Ist also die Redeangst eher einer normalen Auspr?gung zu zuordnen, wird sie als Sprechangst definiert.

Ist die Redeangst jedoch sehr gro?, wird sie gleichsam als Logophobie bezeichnet. Auf diese geht die folgende Abhandlung mit einem ausf?hrlichen Fokus auch auf das Stottern n?her ein.

Redeangst ? Definition

Die Logophobie kann als eigenst?ndige St?rung vorkommen. Sie kann aber auch eine Komponente bei diversen Sprech-, Rede- Sprach- und Stimmst?rungen sein. Diese sind beispielsweise:

  1. Stottern
  2. Mutismus

Symptome und das Krankheitsbild

Bei der Redeangst zeigen die Redner folgende Symptome:

Atmung: Der Redner schnappt nach Luft und hat eine gesteigerte Atemfrequenz.

Mund und Kehle: Er schluckt h?ufiger und zeigt h?ufiges R?uspern.

Stimme: Die Redestimme ist zu hoch, die Sprachmelodie ist monoton und die Dynamik ist zu leise.

Redefluss: Der Redefluss ist voller Sprechblockaden oder zeigt abgehaktes Sprechen. Die Wortfindung ist verz?gert. Der Sprecher zeigt ein zu schnelles Reden und macht unpassende Pausen.

Motorik: Die Motorik ist bewegungslos, steif, angespannt oder zappelig. Die H?nde und F??e sind zitterig und schwanken oder der Redner tritt von einem Fu? abwechselnd auf den anderen.

Gesichtsausdruck: Der Gesichtsausdruck ist starr oder fahl und es fehlt der Blickkontakt. Evtl. zeigt der Redner Augenrollen, Grimassieren, Zuckungen und hat eine gespannte Gesichtsmuskulatur.

Insgesamt ist bei den Personen mit diesem St?rungsbild eine vermehrte Flucht- bzw. Vermeidungstendenz zu beobachten.

Sprechangst Therapie und Behandlung: Langsames Sprechen

Sind die Redeangst bzw. die Sprechangst bei gesunden Menschen das Ziel der Verbesserung, k?nnen nachstehend diese Ma?nahmen helfen. Dabei ist ein besonderer Fokus darauf zu legen, dass der Redner ein langsames Sprechen eintrainieren sollte. Die Redner tendieren n?mlich dahingehend, den Redefluss automatisch zu beschleunigen.

Dabei kann es nicht selten vorkommen, dass er sich verhaspelt oder sogar eine Sprachfindungsst?rung als Reaktion zeigt. Erst wenn aus der Sicht des Redners dieser ein fast zu langsames Reden abh?lt, ist seine Geschwindigkeit f?r den Zuh?rer im optimalen Zustand.

Dazu k?nnen folgende ?bungen bzw. Trainingsma?nahmen geh?ren, die aktiv eine Verbesserung erzielen:

  1. Rhetorikkurs
  2. Atem?bungen
  3. Entspannungs- und Mediations?bungen, zu denen auch Yoga geh?rt
  4. Regelm??iges Anwenden von Reden oder Vortr?gen

Ist die Redeangst jedoch in Form der Logophobie ausgestaltet, muss festgehalten werden, dass es noch keine ganzheitlichen Therapie- und Heilungsm?glichkeiten gibt. Es k?nnen nur Therapien anderer Sprach- und Sprechst?rungen zur Anwendung kommen.

Dazu dient die Abhandlung, die beim Stottern aufgezeigt wird. Dort ist die Sprache von einem Modifikationsansatz, der an dortige Stelle n?her erl?utert wird. Insgesamt ist das Ziel auf eine kleine psychische Verbesserung und die situative Reduzierung der Angst bei solchen Reden wichtig, die lebensnotwendig sind oder allt?glich vorkommen.

Betablocker erforderlich?

Wie eingangs gesehen wurde, f?rdert die erh?hte Angst das Aussch?tten von zu vielen Stresshormonen. Aus diesem Grunde wird der Einsatz von Betablockern diskutiert, die die Produktion hemmt. Die Redner erhoffen sich durch die Einnahme, dass einerseits die Angstsymptome allerdings nicht das Denkverm?gen reduziert werden.

Der Medikamenteneinsatz sollte mit dem Facharzt besprochen werden, der diese Medikamente verschreiben muss. Grunds?tzlich ist zu versuchen, ohne Medikamente auszukommen, da sie zumindest den Einnehmer psychisch von ihnen abh?ngig machen k?nnte.

Redeangst und Stottern

Personen, die stottern, werden als Stotterer bezeichnet. Du bist ihnen sicherlich bereits begegnet oder leidest selbst darunter. Allerdings mag es dem Au?enstehenden nicht bewusst sein, worum es sich beim Stottern eigentlich handelt.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Redeangst und Stottern

Definition von Stottern

Stottern kann als Komponente der Logophobie auftreten. Es ist das Repetieren von Lauten, Silben oder Worten beim Reden. Als Balbuties wird das Stottern fachtechnisch definiert, welches von ?balbutire? (lateinischen Wort = stottern) stammt. Ist die Wiederholung sehr schnell aufeinander folgend, wird es klonisches Stottern genannt.

Ein anderes Erscheinungsbild kann die Verl?ngerung von Wortlauten bzw. Worten haben. Solches betiteln die Fachleute als Dehnung. Au?erdem k?nnen die Stotterer h?rbare oder stumme Blockaden zeigen. Jene Symptome werden als tonisches Stottern bezeichnet.

Eine Injektion ist das Wiederholen und Dazwischenschieben von Lauten.

Alle Formen kann ein Stotterer abwechselnd zeigen. Zu den Begleitsymptomen z?hlen ebenso Vermeidungs- und Fluchtverhalten, die die Personen mit der angesprochenen Logophobie zeigen. Die Stotterer vermeiden hierbei das Sprechen und gehen den Kommunikationssituationen aus dem Weg.

Ursache des Stotterns

Die Ursache des Stotterns ist nicht hundertprozentig gekl?rt. Diverse Meinungen und Ans?tze werden diesbez?glich diskutiert:

  1. Eine m?gliche Erkl?rung fu?t auf psychodynamischen Theorien. Ursachen sind nicht bewusste Konflikte oder Ziele.
  2. Ein anderer Ansatz besteht aus der Einflussnahme der genetischen Disposition. Bei ihr gehen die Bef?rworter von einer Vererbung aus.
  3. Eine dritte ist die neuropsychologische Sichtweise. Bei ihr sind die Vertreter davon ?berzeugt, dass sich bei den Stotterern das Gehirn unterschiedlich entwickelt.
  4. Ein vierter Ansatz lehnt sich an den Breakdown-Theorien an. Hier fehlen Ressourcen zur Verarbeitung der Sprache und des Sprechens, welches schlie?lich das Stottern hervorruft.
  5. Eine letzte Theorie lehnt sich an die klassische Lerntheorie an. Diese beleuchtet die sekund?ren Symptome. Sie beg?nstigen das angesprochene Vermeidungsverhalten. Ist dies sehr intensiv ausgepr?gt, wird das Stottern entsprechend vermehrt auftreten.

Mehr zu den Therapieans?tzen bei Redeangst, Sprechangst und Stottern

Die Therapieans?tze richten sich nach den soeben genannten Theorien der Ursache des Stotterns. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Symptome reduziert werden k?nnen. Die Ursachen k?nnen hingegen nicht ganz beseitig werden.

Hierauf begr?ndet sich auch der Modifikationsansatz:

  1. Verhaltenstherapeutisch arbeitet der Therapeut mit dem Stotterer. Zun?chst ist das erste Ziel, dass der Stotterer seine gezeigte Symptomatik annehmen soll. So k?nne er gleich besser mit ihr umgehen.
  2. Als zweites soll er diese Symptomatik modifizieren, also verbessern.

Weitere Ans?tze helfen, die Symptomatik zu reduzieren:

  • Ein begleitender sprechtechnische Ansatz richtet sich auf die Atemtechnik und Tongebung. Zudem soll ein klangvolleres Sprechen sowie rhetorische Aspekte einstudiert werden.
  • Gesangstechniken und die dazugeh?rigen Atemtechniken werden zus?tzlich trainiert.

Der mentale Ansatz bezieht das gedankliche Ger?st des Stotterers mit ein. Mit diesem Ansatz soll der Stotterer entspannter sowie angstfreier werden, damit er weniger Symptome zeigt.

Ein Exkurs zu ber?hmten Stotterern

Im Film wurde das Thema des Stotterns sehr eindr?cklich in Bezug auf K?nig Georg VI behandelt. Der Film ?The King?s Speech? zeigt gleichzeitig den speziellen Therapieansatz, der ihm Linderung brachte. Es ist ein sehenswerter Kinofilm, um das pers?nliche Leiden sowie die Anstrengungen gegen das Stottern zu verdeutlichen.

  • In der nachfolgenden Politik war es Winston Churchill, der ebenso zu den zu den Stotterern geh?rte.
  • In der Filmbranche geh?ren bzw. geh?rten Marilyn Monroe, Bruce Willis sowie Rowan Atkinson dazu. Atkinson konnte seine Symptome bezwingen und schlie?lich in den neueren Filmen freier sprechen.
  • In der Wissenschaft waren es Charles Darwin und Sir Isaac Newton, die zu der Gruppe der Stotterer geh?ren.

Interessant ist es, dass diesen ber?hmten Pers?nlichkeiten von Au?enstehenden angeraten wurde, keinen Beruf zu erlernen, bei denen sie viel sprechen m?ssen.

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Die Schriftsteller John Updike sowie Lewis Carroll nahmen dies zu Herzen. Letzterer wurde mit seinem Buch ?Alice im Wunderland? ber?hmt. Der S?nger ?der Graf? von ?Unheilig? setzte die Gesangtechniken dementsprechend gut ein. Wir d?rfen jedoch auch ?ber diejenigen froh sein, die solche Ratschl?ge nicht beherzigt haben. Bruce Willis z?hlt zu ihnen.


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