Panikattacke: Dauer und Behandlung

Panikattacke: Dauer und Behandlung

Panik ist eine extreme psychische Ausgestaltungsform, die in besonders angsteinfl??enden Situationen entsteht. Sie ist an sich eine normale Reaktion, denn die Umst?nde sind lebensbedrohlich oder werden als solche wahrgenommen. Die hormonelle Aussch?ttung von Adrenalin und Noradrenalin machen die angsterf?llten Personen ?u?erst schnell und reaktionsf?hig, um vor den Gefahren schneller fliehen zu k?nnen.

Innere Unruhe und ?ngste schrittweise loswerden ? Zur Anleitung

Es gibt allerdings psychische St?rungen, die zu den Angstst?rungen geh?ren, und sich in eine f?r Au?enstehende unbegr?ndete Panikattacke ausgestalten. Diese werden im Folgenden eingehender beschrieben.

Panikattacken und ihre Symptome

Die Panikattacken k?nnen nur von kurzer Dauer sein und m?gen nach einigen Minuten wieder abklingen. Sie weisen dann folgende Symptome auf:

  • Engegef?hl in Brust und Kehle sowie Atemnot
  • Herzrasen
  • Erbrechen, Zittern, Schwindel sowie ?belkeit
  • Schwei?ausbr?che
  • Extreme Angstgedanken, die bis zur Todesangst reichen, gleich sterben zu m?ssen
  • Hyperventilation, die Kribbeln im Gesicht und an den H?nden sowie Muskelkr?mpfe nach sich ziehen
  • Derealisationsgef?hle: Dabei wird die Umgebung als fremd wahrgenommen
  • Depersonalisationsgef?hle: Die Person f?hlt sich, als ob sie neben einem steht
  • Angst sogar davor, das eigene Haus zu verlassen, weil etwas Schlimmes passieren k?nnte

Die Symptome k?nnten sich einzeln oder auch alle bei einer Person zeigen.

Begleitende Symptome und Erkrankungen

Da sich die Panikattacken im Kreis der Angstst?rungen bewegen, sind begleitende Phobien nicht ausgeschlossen. Au?erdem kann h?ufiger eine Depression und Schlafst?rungen als Begleiterscheinung auftreten. Da die Leidenden sich manchmal selbst behandeln wollen, dies jedoch auf falscher Art und Weise, k?nnen sie in Alkohol- der Medikamentenmissbrauch verfallen.

Panikattacken erkennen

Es ist wichtig, dass der Leidende die Panikattacken als solche erkennt und wahrnimmt. Da der Prozess einer sich einschleichenden Erkrankung schwer herauszufinden ist, ist besonders feinf?hlig zu ermitteln, ob sich die Angst zu Angstattacken entwickelt.

Fachleute sind sich einig, dass eine fr?hzeitige Hilfe besser und schneller wirkt. Wenn die Leidenden selbst Probleme mit dem Wahrnehmen als Erkrankungen haben, k?nnen folgende Personengruppen f?r eine Reflexion dienen:

  1. Partner
  2. Eltern
  3. Ggf. Kinder (je nach Alter)
  4. Freunde
  5. Arbeitskollegen

Behandlungen bei Panikattacken

Es gibt unterschiedliche Behandlungsmethoden, die die Leidenden selbst oder mittels externer Hilfe zur Verbesserung anwenden k?nnen. Anschlie?end werden die Wichtigsten davon vorgestellt.

Mediation ? ein Mittel zur Entspannung, zur Selbsthilfe und Selbsttherapie

Mediation ist dazu da, um Gedanken zu entspannen und auf die wichtigsten Dinge zu konzentrieren. Unwichtige St?rungen im gedanklichen Bereich sollen ferngehalten werden. Mediation kann mit unterschiedlichen religi?sen Hintergr?nden verbunden sein, da sie fast in allen Religionen, manchmal unter einer anderen begrifflichen Verwendung, vorkommen. Aus den fern?stlichen Regionen kennen wir beispielsweise Yoga.

Selbst Meditation oder Yoga muss gelernt sein. Aus diesem Grunde sind Unterrichtsstunden ggf. in einem speziellen Yoga-Studio anzuraten. Ansonsten gelten folgende Tipps, wie ein Einstieg und Weiterf?hrung mit Yoga m?glich w?re:


1. Langsam anfangen:

Einige Minuten pro Tag reichen, um sich erstmal an die Meditation zu gew?hnen und sich darauf einlassen zu k?nnen.

2. Lernen, sich zu fokussieren:

Der wichtigste Schritt am Anfang ist das Lernen des Fokussierens. Damit dies gelingt, ist das Konzentrieren auf die Atmung das Wichtigste. Am besten ist es, auf den Luftstrom zu achten, der durch die Nase str?mt. Dies kann gut und gerne in den ersten Wochen erstmal auf diesem Level bleiben.

3. Routine entwickeln:

Hierbei gilt es, sich das Meditieren zur Routine zu machen. Nicht auf den n?chsten Tag zu verschieben, ist die Devise. Dazu geh?rt es, dass sich der eine oder andere mehr in Disziplin und Geduld ?ben muss. Es hilft dabei, sich eine feste Zeit dazu w?hrend des Tags einzuplanen.

4. Entspannen, denn es kann nichts schief gehen:

Selbst wenn Du bemerkst, dass Du in Deinen Gedanken abdriftest, ist dies nicht schlimm. Bei der Meditation kann der Anwender nichts falsch machen. Der Weg ist auch hier das Ziel: Wenn die Gedanken sich auf einmal um den Alltag drehen wie Einkaufen, Aufgabenerledigungen etc., dann soll der ?bende einfach wieder zur Konzentration auf die Atmung zur?ckkehren.

5. Bewusstsein f?r sich entwickeln:

Bei diesem Schritt ist es wichtig, ein Bewusstsein f?r sich selbst zu entwickeln: Wie f?hlst Du Dich? Bist Du gestresst, genervt, erfreut, gl?cklich usw.? Es geht nur um die eigene Wahrnehmung der Psyche und des K?rpers. Aber es soll keine Bewertung dar?ber stattfinden, lediglich eine Zustandsanalyse.

6. Liebevoll und nachsichtig sein:

Selbst wenn Deine Gedanken abschweifen, sei liebevoll und nachsichtig mit Dir selbst. Das ist nicht schlimm. Es langt, dar?ber zu l?cheln und mit den Gedanken schlicht zur Atmung zur?ckzukehren.

7. Neugierde entwickeln:

In der Stille kann sich der ?bende selbst kennenlernen. Dies sollte ihn neugierig auf sich selbst machen. Das ist eine gute pers?nliche Eigenschaft, die ausgebaut werden sollte.

8. Beobachter der Gedanken werden:

Jetzt wird es an der Zeit, die eigenen Gedanken lernen zu beobachten. Wir beinhalten diese Gedanken wie ein Gef??, die da kommen und gehen m?gen. Du bist der Beh?lter dieser Gedanken. Deswegen kannst Du Dich von ihnen auch distanzieren, als ob Du auf einen Bildschirm oder eine Kinoleinwand schaust. Das ist ein wichtiger Schritt, diese Gedanken abzukoppeln, statt sich nicht von ihnen bestimmen zu lassen.

9. Wende unterschiedliche Meditationsarten an, die zu Dir passen:

In diesem Schritt beginnt sich der Weg zu teilen. Du kannst unterschiedliche Meditationsarten ausprobieren, die inhaltlich ab dieser Stufe weiterf?hren. Suche die aus, die zu Dir passen.

Die ganzen Schritte sind wichtig zu erlernen. Bezogen auf die Panikattacken wird es besonders ab Punkt 8. Interessant. Denn das ist das Hauptziel bei der Meditation und der Reduzierung der Panikattacken: Sich von den panischen Gedanken distanzieren zu k?nnen. Aber um dorthin zu kommen, muss der Weg vorher ?ber die ersten Schritte, also 1 bis 7, erfolgen.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Das Problem ist so komplex, dass diese kurzgefassten Tipps allein deine Angst kaum nachhaltig beseitigen k?nnen. Um an dir effektiv arbeiten zu k?nnen, solltest du dir einmal das Coaching Deine Seelenfreiheit anschauen. Es hat bereits hunderten Leidenden geholfen angstfrei zu werden.

Autogenes Training ? ein weiteres Mittel der Entspannung und Selbsthilfe

Autogenes Training ? ein weiteres Mittel der Entspannung und Selbsthilfe

Mittels autogenen Trainings, welches musikalisch am besten unterst?tzt wird, kann die Seele zu Ruhe kommen und abschalten. Es wurde urspr?nglich vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz entwickelt. F?r die Autosuggestion sorgen Stimmen und Melodien. Viele M?glichkeiten werden in CD oder MP3-Form angeboten. Diese sind am besten abends vor dem Schlafen anzuh?ren. Das autogene Training kann neben Panikattacken ebenso bei jenen Symptomen zu Einsatz kommen:

  • Vermehrte Stresssituationen
  • Nervosit?t
  • Schlafst?rungen und
  • Psychosomatische Beschwerden wie Verdauungsst?rungen, Kopfschmerzen und Bluthochdruck

Die Differenzialdiagnose zu den Verdauungsst?rungen, Kopfschmerzen und dem Bluthochdruck sollten nat?rlich seitens eines Arztes abgekl?rt werden, dass keine organischen Ursachen vorliegen.

Die ?bungen beim autogenen Training k?nnten aus den folgenden Schritten bestehen, die sich t?glich wiederholen sollten:

  • Ruhe-?bung: Am Anfang sollte die Ruhe-?bung stehen. Sie hat die Funktion der Beruhigung und soll somit die Konzentration festigen. Der einleitende Satz sollte nach dem Schlie?en der Augen folgenderma?en sein: “Ich bin v?llig ruhig und es kann mich nichts st?ren.?
  • Schwere-?bung: Diese ?bung l?st nach intensivem Training ein Schweregef?hl in den gew?nschten K?rperteilen aus. Sprich dazu in Deinen Gedanken: “Meine Arme und Beine sind v?llig schwer.”
  • W?rme-?bung: Sie steigert Durchblutung der Beine und Arme. Dazu soll sich der ?bende die Beine und Arme warm vorstellen.
  • Atem-?bung: Sie steigert die Entspannung mittels gezielter Atemtechnik. Dazu sagt sich der ?bende: “Mein Atem str?mt gleichm??ig und ruhig in mir.? Das l?ngere Ein- oder Ausatmen sollte nicht forciert werden. Vielmehr ist es besser, dass der ?bende den Atem so flie?en l?sst, wie es der Rhythmus des K?rpers vorgibt. Dieser beruhigt sich anschlie?end von alleine.
  • Herz-?bung: Sie setzt sich aus der Konzentration bez?glich des Herzschlags zusammen. Dabei soll die Einbildung auf den Wortlaut gelenkt werden: “Mein Herz schl?gt regelm??ig, sanft und ruhig ” Jedoch sollte sich der ?bende das Herz nicht zu langsam schlagend vorstellen, da es gelegentlich sonst zu Herz-Rhythmus-St?rungen f?hren k?nnte.
  • Sonnengeflechts-?bung: Der ?bende konzentriert sich hierbei auf das Zentrum des Bauches. Er soll sich dabei sagen: “Mein Bauch wird flie?end warm”.
  • Kopf-?bung: Sie hilft dem ?benden beim Wachbleiben. Zus?tzlich dient sie zur Konzentrationsverbesserung. Beides ist wichtig, dass das Training umfassend gemacht wird. Dazu solle sich der ?bende sagen: “Mein Kopf ist klar und meine Stirn ist k?hl.”

Professionelle Hilfe ? ?berwindung, diese bei Bedarf anzunehmen

Unter professioneller Hilfe ist die therapeutische Hilfe eines Facharztes oder Psychologen zu verstehen. Als bew?hrt hat sich eine Psychotherapie, die zuweilen mit Medikamenten anf?nglich unterst?tzt wird. Das zielt darauf ab, die Zug?nge zu schaffen und die gr??eren Angstspitzen zu deckeln. Die Psychotherapie soll tiefer an die Ursachen gehen und sie behandeln. Diese ist insbesondere angezeigt, wenn:

  • Starkes seelisches Leiden sp?rbar ist
  • Der normale Alltag nicht mehr vollzogen werden
  • Dadurch belastende Probleme in der Beziehung entstehen
  • Probleme am Arbeitsplatz beginnen
  • Wenn Depressionen und suizidale Gedanken entstehen

Es ist manchmal schwierig, professionelle Hilfe anzunehmen. Die falsche Scham oder Bescheidenheit hindert uns daran. Dies sollte es allerdings nicht, denn viele ebenso prominente Leiden unter Angst- und Panikst?rungen. Dustin Hoffmann, David Bowie und viele andere litten unter solchen Symptomen.

Es gibt viele Anlaufstellen, die die Leidenden aufsuchen k?nnen. Beratungsstellen, Fach?rzte und Notfallstellen, die meistens an einer psychiatrischen Klinik angeschlossen sind.

Panikattacke: Dauer der Behandlung

Die Behandlungsdauer ist von den individuellen Umst?nden abh?ngig. Dabei spielen die Faktoren der Selbsthilfe oder auch professionellen Hilfe eine gro?e Rolle und wie schnell diese angenommen wird. Dies ist nicht als Druck zu verstehen, denn einige Hilfe m?ssen erstmal innerlich akzeptiert werde. Dazu muss sich jeder einlassen und ?ffnen k?nnen. Das braucht unterschiedlich viel Zeit.

Wenn beispielsweise Hilfen gewechselt werden, beginnt der Prozess des sich ?ffnens gegen?ber einem neuen Therapeuten von vorne. Das braucht wiederum Zeit.

Wichtig ist festzuhalten, dass folgende Gedanken zur Panik internalisiert werden, damit die Hilfen schneller greifen:

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Methoden ansehen

  1. Panik ist nicht lebensbedrohlich.
  2. Ein Wechsel der Hilfsform nicht schlimm.
  3. Der eine spricht anders auf die Form der Hilfen an. Auch das ist nicht schlimm, sondern nur individuell. Ein m?glicher Wechsel muss nicht verwerflich sein und soll keine Schuldgef?hle ausl?sen.
  4. Professionelle Hilfe anzunehmen zeigt keine Schw?che, sondern das Gegenteil: Innere St?rke durch Selbst?berwindung.
  5. Der Leidende muss Geduld haben, denn manchmal sind nur kleine Schritt ?ber einen langen Zeitraum m?glich. Aber die M?hen lohnen sich am Ende, sodass er sich st?rker, angstfrei und schlie?lich gl?cklicher f?hlen wird.

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