Hoggar Night

Hoggar Night ? Anwendung, Wirkung und Dosierung

Es gibt verschiedene Arten von Schlafmitteln, deren Gebrauch schon im antiken Griechenland bekannt war. Der Fachbegriff ist Hypnotikum, benannt nach dem griechischen Gott des Schlafes Hypnos.

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Hoggar Night: Ein Beruhigungsmittel

Zu unterscheiden sind zwischen Beruhigungsmitteln (Sedativa) und Bet?ubungsmitteln (Narkotika), wobei die ?berg?nge flie?end sind. Die ?ltesten Schlafmittel sind pflanzliche, zum Beispiel Baldrianwurzel, Hopfenzapfen, Melissenbl?tter oder auch Passionsblumenkraut.

Auch Cannabis fand bis ins 20. Jahrhundert dazu Verwendung. Diese Mittel werden in der Regel als Beruhigungsmittel genutzt und helfen dabei einzuschlafen, sind jedoch wenig n?tzlich, wenn Durchschlafst?rungen vorliegen.

Demgegen?ber stehen synthetische Schlafmittel. Diese unterscheiden sich durch gewisse Wirkstoffe:

  • Benzodiazepine (Stoffe die beruhigend, krampfl?send, angstl?send und schlaff?rdernd wirken; sie sind nicht zur Langzeitanwendung geeignet)
  • Nicht-Benzodiazepin-Antagonisten (haben weniger muskel- und krampfl?sende Wirkung als Benziodiazepine, daf?r weniger Abh?ngigkeitspotential sagt man; Wirkprofil ?hnlich dem der Benzodiazepine)
  • Barbiturs?ure-Abk?mmlinge (sind seit 1993 in Deutschland nicht mehr als Schlafmittel zugelassen, da sie hohe Risiken haben und einen Schlaf erzwingen)
  • Antihistaminika (haben eine antiallergische und sedierende Wirkung, verl?ngern den Tiefschlaf aber unterdr?cken den f?r die Erholung wichtigen REM Schlaf. Man unterscheidet zwischen lange wirksamen (z.B. Promethazin) und kurz wirksamen Stoffen (z.B.Doxylamin). Sie haben kaum Abh?ngigkeitspotential, daf?r tritt aber nach wenigen Tagen bis Wochen eine Gew?hnung ein. Vorgezogene Einnahme ist notwendig, weil es zwischen 60 und 180 Minuten dauert, bis die Stoffe ihre Wirkung entfalten.
  • Es gibt auch noch einige andere Stoffe, die keiner dieser Gruppen angeh?ren, doch finden diese entweder keine Verwendung mehr oder werden nur in ganz speziellen F?llen eingesetzt

Anwendung und Wirkung von Hoggar Night

Hoggar Night z?hlt also zu den Sedativa, innerhalb derer zu den kurz wirksamen Antihistaminika. Hoggar Night ist ein apothekenpflichtiges Schlafmittel der Firma Stada. Es ist ein sogenanntes Antihistaminikum, welches den Histaminspiegel im Hirn senkt und daf?r sorgt, dass man zur Ruhe kommt.

Da die Tabletten Gelantine enthalten, ist das Pr?parat nicht f?r Vegetarier oder Veganer geeignet. Wie bei allen Medikamenten gilt nat?rlich auch hier zu pr?fen, ob man bekannte Allergien auf Inhaltsstoffe hat. Insbesondere der Wirkstoff Doxylamin ist hier zu nennen.

Kurzzeitbehandlung von Schlafst?rungen

Das Pr?parat eignet sich laut Hersteller zur Kurzzeitbehandlung von Schlafst?rungen (z.B. durch Pr?fungsangst, Belastungsspitzen im Beruf, kurzzeitiger Stress vor wichtigen Terminen, usw.).

Es ist nicht geeignet f?r Menschen, die nachts wach werden und dann Probleme haben wieder einzuschlafen, da die Wirkungsdauer des Medikaments zu kurz ist (dazu sp?ter mehr).

Die Vorz?ge des Pr?parates liegen laut Hersteller darin, dass es, im Gegensatz zu anderen Schlafmitteln, keinen sogenannten Hangover Effekt gibt (sprich dass die Nutzer des Medikamentes nach dem Aufwachen immer noch m?de sind), nicht abh?ngig macht und die Schlafqualit?t nicht beeintr?chtigt (es kommt nicht zu einem narkose?hnlichen Schlaf).

Doxylamin als Wirkstoff

Der Wirkstoff Doxylamin blockiert im Hirn die Aussch?ttung von Histamin. Das f?hrt im K?rper dazu, dass eine Erweiterung der Blutgef??e, die durch Histamin ausgel?st wird, nicht mehr stattfindet und somit die Kapillaren (kleinsten Blutgef??e) nicht mehr verst?rkt durchblutet werden. Dadurch beruhigt sich laut Packungsbeilage der K?rper.

Im Fall von geplanten Allergietests sollte das Medikament mindestens 72 Stunden vorher abgesetzt werden, da es sonst die Ergebnisse verf?lschen kann.

M?gliche Hoggar Night Nebenwirkungen

Ein gro?es Manko bei dieser Art von Pr?paraten ist laut Peter Geisler, dem Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums in Regensburg, dass insbesondere bei ?lteren Menschen solche Wirkstoffe h?ufig gr??ere Nebenwirkungen hervorrufen.

Zum gleichen Schluss kommt auch Markus Schwaninger vom Institut f?r experimentelle und klinische Pharmakologie und Toxikologie der Universit?t L?beck. Er stellt fest, dass Antihistaminika im Organismus nur langsam abgebaut werden, so dass es dadurch noch Stunden nach der Einnahme zu M?digkeit oder Benommenheit kommen kann, was insbesondere bei ?lteren Menschen das Risiko f?r St?rze erh?ht.

Hans-G?nter Wee? von der Deutschen Gesellschaft f?r Schlafforschung und Schlafmedizin verweist darauf, dass Antihistaminika vielen seiner Patienten nicht geholfen haben da sie einen sehr geringen Effekt haben und deshalb aus seiner Sicht nur bei leichten und vor?bergehenden St?rungen des Nachtschlafs eingesetzt werden sollten, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Ausl?sung von Demenz?

Ausl?sung von Demenz?

Es soll auch noch erw?hnt werden, dass der Pharmakologe Schwaninger in Diskussionen mit Fachleuten solche Pr?parate in Verbindung bringt mit der Ausl?sung von Demenz, wobei es dazu keine gesicherten Fakten gibt.

Ferner blockiert der Wirkstoff von Hoggar Night noch den Neurotransmitter Azetylcholin, was gerade bei ?lteren Menschen zu Verwirrtheitszust?nden und Konzentrationsst?rungen f?hren kann bei h?heren Dosierungen.

Wichtig ist auch zu erw?hnen, dass Menschen, die bereits Allergiker sind und andere Antihistaminika einnehmen, auf die Einnahme des Pr?parates verzichten sollten.

Dosierung und Einnahme

Als Dosierung empfiehlt der Hersteller eine Tablette, 30-60 Minuten vor dem zu Bett gehen unabh?ngig von einer Mahlzeit einzunehmen. Die H?chstdosis f?r Erwachsene von 2 Tabletten sollte nicht ?berschritten werden.

Um das Risiko von Nebenwirkungen abzumildern, wird empfohlen auf eine ausreichende Schlafdauer von mindestens 7 Stunden zu achten, da die Wirkdauer des Pr?parates bei etwa 3-6 Stunden liegt.

Da gerade bei ?lteren Menschen das Risiko f?r Nebenwirkungen h?her ist, sollte hier besonders auf ausreichende Schlafdauer geachtet werden. Dies dient der Vorbeugung von Nebenwirkungen wie zum Beispiel einer Beeintr?chtigung des Reaktionsverm?gens am folgenden Morgen.

Sollte es dennoch zu Nebenwirkungen kommen und man sich morgens noch m?de f?hlen, wird empfohlen die Dosis zu reduzieren. Wenn trotz der Reduktion die Nebenwirkungen nicht abklingen sollte man das Medikament absetzen oder einen Arzt konsultieren.

Hoggar Night Erfahrungen und Stiftung Warentest Ergebnisse

Stiftung Warentest bewertet das Medikament Hoggar Night als ?mit Einschr?nkung geeignet? in seiner Ausgabe 8 vom Monat 07/2009. Es wird hier empfohlen, nicht mehr als ein paar Tage das Medikament einzunehmen, da sonst eine Gew?hnung eintreten kann, die Wirkung nachl?sst und andere Nebenwirkungen auftreten k?nnen wie beispielsweise Kopfschmerzen, Schl?frigkeit und Magen-Darm Probleme.

Von Healthy living bekommt Hoggar Night in Ausgaben 8 und 9 von den Monaten 07 und 08/2009 keine Endnote, aber auch hier wird davon abgeraten, das Medikament ?ber l?ngere Zeitr?ume einzunehmen. Erfahrungen einiger Verwender zeigen dies.

Nach dem Absetzen kann es dann n?mlich zu verst?rkten Schlafst?rungen kommen. Dennoch best?tigen die Tester, dass es ansonsten gut bei Einschlafst?rungen ist und die Leistungsf?higkeit am n?chsten Tag kaum beeinflusst wurde, ebenso wie es offensichtlich nicht in gr??erem Umfang den Schlaf-Wach-Rhythmus beeintr?chtigt.

Absprache mit Arzt wichtig: Rezeptfrei

Wie bei allen Medikamenten gilt auch bei Hoggar Night, das zwar apothekenpflichtig aber nicht rezeptpflichtig ist, die Notwendigkeit einer Anwendung mit einem Arzt des Vertrauens zu besprechen. Viele Medikamente k?nnen unter Umst?nden durch Ver?nderung der Lebensumst?nde und Gewohnheiten vermieden werden, da alle Medikamente auch ungew?nschte Wirkungen, sogenannte Nebenwirkungen entfalten k?nnen.

Als Laie ist es nicht empfehlenswert, aufs Geratewohl eine Medikation anzusetzen, vor allem nicht wenn St?rungen scheinbar ohne ersichtlichen Grund oder ?ber l?ngere Zeitr?ume anhalten. Also in jedem Fall zuerst ?rztlichen Rat einholen, bevor man sich f?r ein Pr?parat entscheidet, selbst wenn es so ungef?hrlich wirkt wie Hoggar Night.

Packungsbeilage beachten

Eine genaue Anweisung zu Anwendung und Nebenwirkungen findet sich in der Packungsbeilage und sollte in jedem Fall zuerst gelesen werden, bevor man das Medikament benutzt, damit man gegebenenfalls vorkommende Nebenwirkungen auch rechtzeitig erkannt werden.

Bei Personen mit Angstst?rungen oder Hypochondrie ist es empfehlenswert, eine Vertrauensperson oder den Lebenspartner/in die Packungsbeilage lesen zu lassen, damit dieser die Entwicklung von m?glichen Nebenwirkungen beobachten kann, ohne dass der Patient Symptome entwickelt aufgrund seines Wissens um ungew?nschte Wirkungen.

Das ist auch bei Patienten mit chronischen Schmerzerkrankungen wie z.B. Fibromyalgie zu empfehlen, da oft auch unbemerkt Angstst?rungen eine Rolle spielen kann und Symptome vom K?rper sehr schnell angenommen werden und den Anschein erwecken, eigentlich eine ganz andere Erkrankung zu sein und so die Angst des Patienten steigern.

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Eine vern?nftige Herangehensweise an eine nicht medizinisch notwendige Medikation ist es, zu schauen, ob die Relation zwischen gew?nschter Wirkung und potentieller Nebenwirkung in Ordnung ist oder ob die Risiken den gew?nschten Nutzen ?berwiegen.


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