Angst vorm Zahnarzt

Angst vorm Zahnarzt

Viele Menschen sind davon betroffen. Sie f?rchten sich vor dem Besuch beim Zahnarzt. Nicht mal die notwendigsten Sachen lassen solche Menschen machen, halten sich lieber mit Schmerztabletten ?ber Wasser anstatt zum Zahnarzt zu gehen und sich behandeln zu lassen.

Innere Unruhe und ?ngste schrittweise loswerden ? Zur Anleitung

Wir wollen uns hier mit M?glichkeiten befassen, wie Menschen diese Angst ?berwinden und sich von ihren Schmerzen und gesundheitlichen Problemen, die daraus m?glicherweise resultieren befreien lassen k?nnen.

Angst vorm Zahnarzt: Dentalphobie

Das ist das Fachwort f?r die Angst vorm Zahnarzt. Es wird auch Zahnbehandlungsphobie genannt. Oftmals, aber nicht ausschlie?lich, finden sich die Ursachen in dieser Angstst?rung in negativen Erfahrungen der Betroffenen.

Wichtig ist hier an der Stelle, die Zahnarzt Angst und die Zahnarzt Phobie zu unterscheiden. Leute die Angst vorm Zahnarzt haben, gehen mit Angst hin. Patienten mit Dentalphobie gehen ?berhaupt nicht erst zum Zahnarzt und ben?tigen dringend die Hilfe von Spezialisten! Insbesondere mit Hilfe von Hypnotherapie ist es oft sehr gut m?glich, Dentalphobie zu heilen, sofern die Betroffenen Hilfe annehmen.

Es gibt mittlerweile ein gr??eres Bewusstsein f?r die Problematik, da man davon ausgeht, dass jeder 10. Mensch in westlichen Industriel?ndern zumindest unter Angst vom Zahnarzt leidet. Leider gibt es keine verl?sslichen Studien dar?ber, wie viele Patienten davon wirklich eine Phobie haben oder nur eine normale Angst.

Vollnarkose

Eine Behandlung unter Vollnarkose ist im Akutfall in manchen Situationen beim Zahnarzt in Ordnung, doch sie l?st nicht das Problem der Betroffenen Angst- und Phobiepatienten.

Insbesondere Wurzelbehandlungen oder Kariesbehandlung werden oft in mehreren Sitzungen gemacht, was es erforderlich machen w?rde, mehrere Narkosen vorzunehmen. Aufgrund des hohen Risikos f?r den Patienten und der mangelnden Kapazit?t wird deshalb damit nicht gearbeitet.

Man unterscheidet bei den Vollnarkosen zwischen der sogenannten Gasnarkose und der Injektionsnarkose. Beide Methoden haben verschiedene Vor-und Nachteile, die im Vorfeld im Gespr?ch zwischen dem Narkosearzt und dem Patienten er?rtert werden m?ssen. Wichtig ist dabei auch, dass die Betroffenen dem Narkosearzt Informationen ?ber m?gliche Vorerkrankungen oder Unvertr?glichkeiten geben.

  • Gr??ere Eingriffe, wie zum Beispiel Kieferimplantate oder OPs am Kiefer, lassen sich bei Vollnarkose gut durchf?hren.
  • Alternativ dazu gibt es extrem wirksame Pr?parate, die definitiv den Schmerz ausschalten k?nnen, jedoch nur von Kieferchirurgen ?oder Orthop?den verwendet werden d?rfen, nicht von normalen Zahn?rzten.
  • Es ist nicht zielf?hrend, Leuten mit einer Phobie diese Vermeidungsstrategie zu geben, solange es sich nicht um einen medizinischen Notfall handelt.
  • Besser ist es f?r Betroffene, professionelle Hilfe zu bekommen und so ihr Problem dauerhaft l?sen zu k?nnen.

Angst vorm Zahnarzt: Hom?opathie

Angst vorm Zahnarzt: Hom?opathie

Wer sich f?r diese Art der Behandlung interessiert, kann damit auch gute Ergebnisse erzielen. Um pl?tzlich auftretende Schmerzen und Schwellungen einzud?mmen, bis man einen Zahnarzt aufsuchen kann, empfiehlt sich Belladonna gegen die Schwellung und Hyoeruricum gegen die Schmerzen.

Um der Angst vorm Zahnarzt zu Leibe zu r?cken, kann man abends vor dem Besuch Aconitum D6 und direkt vor dem Besuch nochmal anwenden.

Nach dem Zahnarztbesuch k?nnen Arnica und Hyperuricum wechselweise eingenommen werden, das beg?nstigt das Abklingen der Bet?ubung und hilft gegen m?gliche Schmerzen nach der Behandlung. Ebenfalls wird dadurch der Zahnnerv beruhigt, es kommt zu weniger Nachblutungen und die Wundheilung wird beschleunigt.

Wichtig ist, auch pflanzliche Stoffe wirken auf den K?rper und sollten deshalb nicht ohne R?cksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker eingenommen werden!

Behandlung von Zahnarztangst

Die Behandlung von Phobien ist wichtig, um den Leidensdruck der Betroffenen und gesundheitliche Risiken f?r sie zu verringern.

Eine kognitive Verhaltenstherapie ist ein guter Weg, um eine Dentalphobie anzugehen. Dabei werden zuerst ausf?hrliche Gespr?che zwischen Therapeut und Patient gef?hrt. Dabei wird genau gepr?ft, wann und unter welchen Umst?nden die Phobie einsetzt. Was die genauen Ausl?ser sind und wie sie sich auswirkt.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Es ist dabei auch wichtig zu kl?ren, welche Bedeutung die Angst im Leben des Patienten spielt und was sie aufrecht erh?lt in seinem Leben. Das Ziel ist immer, dem zu Grunde liegenden Problem n?her zu kommen oder es sogar rauszufinden.

Weitere Schritte angehen

Im zweiten Schritt kl?ren Patient und Therapeut genau, welche Schritte nun erfolgen werden. Es ist wichtig, dass jeder genau wei? woran er ist und was auf ihn zukommt. Ebenso ist es f?r den Therapeuten wichtig die Erwartungen des Patienten genau zu kennen. Nichts wird ohne das Einverst?ndnis des Patienten gemacht oder sogar gegen seinen Willen.

Bei solch spezifischen Phobien helfen, nachdem ein entsprechendes Selbstvertrauen aufgebaut ist, oftmals Konfrontations?bungen. Das k?nnte zum Beispiel so aussehen, dass der Patient einen Bohrer vom Zahnarzt vorgesetzt bekommt wenn er soweit ist. Dabei gibt es zwei grundlegende Varianten.

1) Systematische Desensibilisierung: Zuerst ?bt der Therapeut mit dem Patienten eine entspannte Grundhaltung. Sobald der Patient diese beherrscht, setzt er sich in steigender Dosis seiner Angst aus. Am Anfang nur gedanklich, das reicht oft schon aus, sp?ter dann mit kleinen Teilen aus einer Zahnarztpraxis, dann mit vollst?ndigen Ger?ten und wenn er soweit ist sogar mit einem Besuch mit Therapeut in einer Praxis.

2) Reizkonfrontation: Bei dieser Methode wird entweder langsam oder direkt in einem Schritt der Patient mit seiner Angst konfrontiert (nennt man im Fachbegriff Flooding).
W?hrend der Konfrontation gibt der Patient st?ndig Feedback ?ber seine Gef?hle. Das gibt dem Patienten die M?glichkeit, im gesch?tzten Rahmen herauszufinden, wie die tats?chliche Wirkung von Dingen und Situationen auf sie ist.

Es ist auch m?glich, die letzte ?bung zu erweitern, indem fremde Leute auf der Stra?e den Patienten nach einem nahe gelegenen Zahnarzt fragen, um zu testen, wie im Alltag der Umgang mit der Phobie l?uft.

Wichtig dabei ist, dass die Betroffenen merken, dass ihre Angst oft nur bis zu einem bestimmten Punkt anw?chst, der oftmals deutlich unter dem Punkt liegt, den sie sich vorher ausgemalt haben. Sie machen dann auch die Erfahrung, dass die Angst von alleine wieder nachl?sst.

Erlernen von Entspannungstechniken und Achtsamkeit

Wichtig ist auch das Erlernen von Entspannungstechniken, wie zum Beispiel autogenem Training, progressiver Muskelentspannung oder auch Thai Chi oder Qi Gong, die bewusst den K?rper in Entspannung versetzen. Mittels Ankern kann ein solcher Entspannungszustand jederzeit vom Patienten erzeugt werden, was ihm erm?glicht in Stresssituationen schnell wieder aus der Anspannung raus zu kommen.

Alternative Therapieverfahren w?ren eine tiefenpsychologische Behandlung, die zu den tiefer liegenden Ursachen der Angst vor dringt. Ausf?hrliche Gespr?che mit dem Patienten f?hren in den Monaten oder sogar Jahren, die eine solche Therapie ben?tigt, zu den gew?nschten Punkten im Idealfall.

Es wird auch seit neuerer Zeit oftmals mit achtsamkeitsbasierten Verfahren gearbeitet. Diese bezeichnet man als MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction). Dabei geht es um eine achtsame Grundhaltung der Betroffenen, die dazu dient, Gedanken und Ereignisse zu akzeptieren ohne sie zu bewerten. Dadurch soll Vermeidungsverhalten abgebaut und ?ngste bew?ltigt werden.

Schmerzen und Angst vorm Zahnarzt ??Was tun?

Im Fall von akuten Zahnschmerzen ist es nat?rlich wichtig, sich schnellstm?glich behandeln zu lassen. Oftmals sind Notfalltermine f?r Vollnarkose Behandlungen nicht verf?gbar, au?er vielleicht, wenn man das Gl?ck hat in der N?he einer Zahnklinik zu leben.

Viele greifen schnell zu Zahnschmerztabletten, um ?ber die Runden zu kommen. Leider ist das keine dauerhafte L?sung. Unbehandelte Zahnschmerzen k?nnen schnell zu Entz?ndungen und Vereiterungen im Kiefer f?hren, die sogar lebensbedrohliche Ausma?e annehmen k?nnen. Deshalb ist es f?r Betroffene wichtig, sofort einen psychiatrischen Notdienst dar?ber zu informieren und sich dort Rat zu holen.

Oftmals finden sich Zahnarztpraxen, die auf sanfte Behandlung spezialisiert sind. Diese verf?gen ?ber Methoden, die ohne Vollnarkose einen D?mmerschlaf hervorrufen, um eine Behandlung durchf?hren zu k?nnen. Bei einem Phobiepatienten sollte wenn m?glich eine Betreuungsperson dabei sein, zum Beispiel ein Therapeut, sollte er sich schon in Behandlung befinden.

Eine vertraute Person kann dem Betroffenen Sicherheit geben und ihm helfen, den Zahnarzt aufzusuchen. Wenn das nicht funktioniert bleiben leider nur die psychiatrischen Notkliniken als Alternative, die vor Ort eine Sedierung vornehmen und einen Zahnarzt einbestellen k?nnen.

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Dort wird ein Betroffener dann entsprechend aufgefangen und betreut vor, w?hrend und nach den Behandlung.


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